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In England fing alles an. Die sog. “Independent Group (IG)”, gegründet in London um 1952, gilt als erster Vorläufer der Pop Art. Die Gruppe war eine kleine Gruppe von jungen Malern, Bildhauern, Architekten, Autoren und Kritikern. Sie standen den vorherrschenden modernistischen Vorstellungen entgegen. Ihre Diskussionen drehten sich vor allem um Folgen moderner kultureller Elemente wie Massenwerbung, Filme, Comics, Science Fiction und Technologie.

Beim ersten Meeting der Gruppe 1952 präsentierte der Vize-Gründer und Bildhauer Eduardo Paolozzi eine Serie von Collagen mit dem Titel „Bunk!“. Diese hatte er während seiner Zeit im Paris der späten 40er aus „gefundenen Objekten“, die unter anderem aus Werbung, Titelseiten von Magazinen und weiteren Grafiken, die meist weitverbreitete amerikanische Kultur zeigte, hergestellt.

Eine der Collagen mit Namen „I was a Rich Man's Plaything" (dt. etwa: Ich war eines reichen Mannes Spielzeug) zeigte das Wort „Pop“, das aus der Pulverwolke eines Revolvers erschien. Dies war das erste Mal, dass „Pop“ in der Kunst auftauchte. Nach Paolozzis Präsentation fokussierte sich die IG hauptsächlich auf die amerikanische Pop-Kultur, speziell der Werbung in den Massenmedien.

Das Kunstwort „Pop Art“ wurde von John McHale im Jahre 1954 geschaffen. Danach nutzten die Mitglieder der IG den Begriff zunächst als Spitznamen. Offiziell zum ersten Mal genannt wurde der Begriff aber erst 1956, und zwar von den Mitgliedern Alison und Peter Smithson. Trotzdem ist sehr oft zu lesen, dass der Begriff erst 1958 von Lawrence Alloway geprägt wurde, obwohl er genau genommen den Begriff "popular mass culture (dt. etwa: beliebte Massenkultur)" benutzte.

Paolozzi's I was a Rich Man's Plaything (1947)

 I was a Rich Man's Plaything (1947) Paolozzi